Das GYMNASIUM aus der Sicht der GEW
(Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft)
Vorsitzender im Saarland war bis zum 25.11.2009 Bildungsminister
Klaus Kessler

Zitate (PDF)

Zur verheerenden Rolle des Gymnasiums 2009 (PDF)

Vgl. dazu auch
Artikel von 2007:
Zur verheerenden Rolle des Gymnasiums 2007 (PDF)

Zur Person:
Rolf Jüngermann (PDF)

Klaus Kessler in "Erziehung und Wissenschaft im Saarland" 11/2009:
"Ich stellte dar, dass ich als Gewerkschafter eine persönliche Koalitions-präferenz habe, die bei rot - rot - grün läge, dies konnte ich auch inhaltlich begründen. ... Dennoch schlägt mein grünes Herz nach wie vor links, ich akzeptiere allerdings auch ein schwarz grünes Zweckbündnis, gegründet auf Pragmatismus der Positionen ..."

Die GEW (gleiche Quelle): "Die Selektivität des deutschen Schulsystems ist ein bildungspolitischer Skandal. Auch das zweigliedrige Schulwesen löst dieses Problem nicht. Deshalb bekräftigt die GEW ihre Forderung nach einer Schule für alle Kinder und lehnt daher ein Zwei-Säulen-Modell ab."

2010-04 GEW Saarland positioniert sich (PDF)

2010-08-20 TAZ: Die Gegner sind euphorisiert (PDF)

VOS: Ja zum achtjährigen Gymnasium (G8)
ab Klasse 5!

Die Aufgabe ist für alle gleich ... (extern)

VOS INFORMATIONEN

Dank Föderalismus - Deutschland ein bildungspolitischer Flickenteppich:
Schulsysteme in Deutschland 2010 (PDF)
Regierungen in den Bundesländern 2010 (PDF)

GRUNDSATZPAPIERE
ZUM GYMNASIUM

BDK
Bundesdirektorenkonferenz Gymnasien

BDK 2011-03-31 (Festakt):
BDK: Schluss mit dem Schulchaos! (PDF)

BDK 2010-11-10:
BDK: Berliner Erklärung (PDF)

BDK 2010-03-05:
Das Gymnasium ab Klasse 5 - unverzichtbar für Deutschland (PDF)

BDK 2009-03-22:
Das achtjährige Gymnasium - Zukunft mit Tradition (PDF)

Bundesländer Baden-Württember, Bayern und Sachsen:
BW BY SN - 12 Thesen zum differenzierten Schulsystem (PDF)


Philogogenverband Niedersachsen (phvn
12-2009) - auch Position von BDK und VOS:

Gymnasium - Schule mit Zukunft (PDF)


Tagespost: Eine konkrete Utopie von der besseren Schule (PDF)


Philologenverband
Baden-Württemberg
(PhV BW 02/2008):

10 Tatsachen zur Schultruktur-Debatte (PDF)

Bayerischer Philologen- verband (bpv 2009-11-27):
Bildung-Pädagogik-Verantwortung
Grußwort Oberbürger-meisterin Gabriele Bauer, Rosenheim (PDF)


Aussagen von Wissenschaftlern zur Frage bzw. Wirkungsweise der Schulstruktur:
Wissenschaftler zur Schulstruktur (PDF)

Zu "Schullaufbahn-entscheidung und Bildungserfolg" sowie zu "Umgang mit Heterogeni-tät" (Prof. Dr. Kurt A. Heller bei der BDK-Herbst-tagung 2008 in München):
Mythen und Fakten zur Verlängerung der Grundschulzeit (PDF)
Umgang mit Heterogenität (PDF)


Saarländischer Philologenverband (SPhV) nimmt Stellung zur aktuellen Bildungspolitik:
SPhV: Thesen Fragen Argumente (Teil 1) (PDF)
SPhV: Thesen Fragen Argumente (Teil 2) (PDF)

Immer wieder lesenswert

2011-03-08 Bild.de: Zwanzig Wahrheiten über Schule in Deutschland - Josef Kraus (DL) (PDF)

2010-09-08 SZ: Diese bösen Bildungsbürger (PDF)

2010-08-27 ZEIT: Jeder weiß es besser (PDF)

2010-08-16 FAZ: Der Mythos Ostschule (PDF)

2010-07-20 WELT: Endlich Bildung (PDF)

2010-07-17 WELT: Gute Lehrer, kluge Schüler (PDF)

2010-07-15 Rheinischer Merkur: Das teure Armutszeugnis (PDF)

2010-07-14 ZEIT: Der Glaubenskrieg (PDF)

2010-07-06/07/11 WELT: Chancengleichheit in der Bildung ist Illusion - Lob des Lehrers - Gegen die Gleichmacherei (PDF)

2010-07-06 ZEIT: Chancengleichheit in der Bildung ist Illusion (PDF)

DER SPIEGEL: Schluss mit dem Schul-Chaos, Ein Abgrund von Föderalismus (extern)

2010-05-11 ZEIT: Bildungsfern (PDF)

2010-03-28 WELT: Die Reformpädagogik als Ersatzreligion (PDF)

2010-02-12 WELT: Lehrer müssen begeistern können (PDF)

2010-02-06 Süddeutsche Zeitung: Klassenbewusstsein (PDF)

2010-02-02 FAZ: Gerecht ist nicht gleich (PDF)

2010-01-21 FAZ: Ideologische Irrtümer und Fakten um die Grundschule (PDF)

2010-01-21 FAZ: Die Schulpolitik ist die offene Flanke der Unionsparteien (PDF)

DPhV 11/2009 Profil: Bildung made in Saarland (PDF)

2009-11-14 WELT: Angriff auf die Bildungsbürger (PDF)

2004-11-14 FAZ: Einheitsschule bis Klasse 7 hilft nicht
(PDF)


Zum Vergleich:
2008-06-27 FOCUS: Einheitsschule in Frankreich (PDF)


FORSA-Umfrage zur Einheitsschule
(September 2009):
Einstellungen zur Einheitsschule (PDF)


Finnisches Schulsystem nicht auf Deutschland übertragbar:
2009-11-03 Tagesspiegel: Wo Kinder anders lernen
(PDF)
Bemerkungen zum finnischen Schulwesen (2004) (PDF)


Bundesländer-Ranking Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) und WirtschaftsWoche: Bundesländerranking 2009 (INSM und WiWo) (extern)


Aus der Regierungs-erklärung (PDF) des Bayerischen Staats-ministers für Unterricht und Kultus, Dr. Ludwig Spaenle, am 26. März 2009 im Bayerischen Landtag:

"Wir stehen für eine Bildungspolitik nahe am
Menschen
. Deshalb haben wir beschlossen, das Übertrittsverfahren weiterzuentwickeln.
Dieses Übertrittsverfahren stellt das Kind in den
Mittelpunkt. Dabei ist die Frage nach der richtigen Dauer der gemeinsamen Grundschulzeit berechtigt und legitim. Schulideolo-gisch aufgeladene Justa-mentstandpunkte haben nach meiner tiefen Über-zeugung im Zusammenhang mit dieser sensiblen Thematik nichts verloren.
Vielmehr geht es um die mit besonderer pädago-gischer Sorgfalt zu treffende Entscheidung, ab wann sich die Vorteile der gemeinsamen Erzie-hung in der Grundschule und die Vorzüge einer talent- und begabungs-orientierten Förderung im differenzierten Schul-angebot die Waage halten.

Nach belastbarer Expertenmeinung und
verantwortlicher Güter-abwägung ist dieser
Zeitpunkt nach meinem Dafürhalten am Ende
der 4. Klasse zielführend verortet.

INITIATIVEN DER VOS

Die Vereinigung der Oberstudiendirektoren der Gymnasien im Saarland (VOS) hat sich erneut mit den Fragen der Stellung und den Aufgaben der Schulleiter beschäftigt.

Die Positionen der VOS sind vom Vorstand in einem Grundsatzpapier zusammengefasst worden, das Sie hier finden:
VOS NEUE Schulleitung (PDF)
In dieses Grundsatzpapier sind alle wesentlichen bisherigen Überlegungen
der VOS (seit 1994) sowie der Bundesdirektoren-konferenz BDK (seit 1990) eingeflossen.


Vorschlag der VOS zur Neustrukturierung der Gymnasialen Oberstufe Saar (GOS) als Diskussionsgrundlage:
Neustrukturierung GOS (PDF)


Schulfremde Zweit-korrektoren beim Zentralabitur:

In Baden-Württemberg, Bayern und Sachsen seit Jahren Standard, jetzt auch von Niedersachsen vorgesehen!

2010-02-18 HAZ.de: Bald Fremdgutachter beim Zentralabitur? (PDF)

VOS: Im Saarland längst überfällig!


2010-02-22 Ostsee Zeitung: Mit Note 5 zur Mittleren Reife (PDF)

Abschlüsse im Saarland: per Antrag! (PDF)


Schülerzahlen
2006 - 2025 im Saarland

(Bertelsmann-Stiftung,
6. November 2009 )

Demographischer Wandel (extern)
Länderbericht Saarland
(PDF)
Landkarte Saarland (PDF)
Landkarte Deutschland (PDF)


Niveauverlust

Die Klagen der Wirtschaft zum sinkenden Niveau von Schulabsolventen sind berechtigt. Wohin führt dann eine Gemeinschafts-schule/Einheitsschule?
Saarland: Beispiel aus einem Rekrutierungsverfahren für gewerblich-technische Berufe in der Industrie 2010 (PDF) - mit freundlicher Genehmigung

Nachrichten

Der Vorstand der VOS wünscht schöne und erholsame Sommerferien!

Bundesverwaltungsgericht
Ein Beamter, dem die Aufgaben eines höher-wertigen Amtes auf Dauer übertragen wurden, hat spätestens nach 18 Monaten Anspruch auf eine besoldungsgerechte Zulage.
BVerwG 2 C 30.09 (28.04.2011) (PDF)

Sprachenkonzept
2011-04-13 SZ: Saarländische Pennäler bald am Ende mit ihrem Latein (PDF)

Leserbrief: 2011-04-16 SZ: Latein-Frust verstärkt Weg zu Absteigerland (PDF)
Die VOS stellt fest:
In der Kursphase können zwei Fremdsprachen und zwei Naturwissenschaften nicht gleichzeitig belegt werden. Gerade Französich verschwindet aus der Oberstufe.

Lehrerausbildung
2011-04-12 SZ: Im Saarland dauert das Lehramtsstudium am längsten
(PDF)

Landesarbeitsgericht Hamm Klassenfahrt keine Privat-angelegenheit
Angestellter Lehrer hat Anspruch auf Reisekostenerstattung (PDF)

Saarland
Anmeldezahlen an den weiterführenden Schulen zum Schuljahr 2011/12 (PDF)

Aktueller Pressespiegel

2011-07-14 GA-Bonn.de: Ein Jahr Rot-Grün in NRW: Keine Perspektive (PDF)

2011-07-12 WELT: Liberales Durcheinander (PDF)

2011-07-11 WELT: Wie Pirna soll bald ganz Deutschland lernen (PDF)

2011-06-27 FAZ: Geht es ohne Hauptschule? (PDF)

2011-06-19 WELT: Schule im Ausnahmezustand (PDF)

2011-06-16 SZ: Saarland bekommt Gemeinschaftsschule (PDF)

2011-06-11 WELT: Wir tasten das Gymnasium nicht an (PDF)

2011-06-06 FTD: CDU beerdigt die Hauptschule (PDF)

2011-06-03 FAZ: Der schulische Wildwuchs (PDF)

2011-05-26 ZEIT: Interview mit Prof. Zöllner (PDF)

2011-05-25: Zöllner fordert zukunftsfähiges zweigliedriges Schulsystem (PDF)

Aktuelle
Pressemitteilungen

VOS und BDK

2011-06-24 BDK begrüßt Nationales Zentrum für Lehrerbildung (PDF)

2011-05-11 Wollen CDU und FDP das Gymnasium aufgeben? (PDF)

2011-04-03 BDK: Keine achtjährige Gemeinschaftsschule in Sachsen-Anhalt! (PDF)

2011-04-02 40 Jahre BDK: Der Schulkonsens ist möglich! (PDF)

2011-02-16 Lehrerfeuerwehr ja - aber bitte richtig! (PDF)

2010-10-03 Kehren in Zukunft noch mehr Junglehrer dem Saarland den Rücken? (PDF)

2010-08-27 Die Schüler müssen es ausbaden (PDF)

2010-07-19 Schulleiter der Gymnasien erneuern Kritik an G7 (PDF)

2010-04-27 Zum angeblichen Lehrerüberhang an saarländischen Gymnasien (PDF)

2010-04-22 Lehrerstellenstreichungen an Gymnasien und Erweiterten Realschulen (PDF)

42 + 33 + 51 = 75 + 51
Zum Überprüfen der Gleichung (PDF)

2010-04-08 Stundentafel G8: Kritik der VOS an Abwahlmöglichkeiten (PDF)

2010-03-24 Schulbuchausleihe: Jetzt haben die Schulen den schwarzen Peter (PDF)

2010-03-05 Pressemitteilung BDK: Gymnasium ab Klasse 5 - unverzichtbar für Deutschland (PDF)

2009-11-27 VOS: Gute Wirtschaftspolitik braucht gute Bildungspolitik (PDF)


Bildungspolitik im Saarland

Das grundständige Gymnasium ab Klasse 5 bleibt im Saarland erhalten!

Herzlichen Dank an alle, die die VOS in den Bemühungen zum Erhalt des Gymnasiums ab Klasse 5 unterstützt haben!


Philologenverband

2011-06-15 SPhV Einführung der Gemeinschaftsschule (PDF)

2011-05-24 PhVN begrüßt CDU-Initiative zur Schulstruktur (PDF)

2011-05-1 SPhV zum Schulversuch "Fördern statt Sitzenbleiben" (PDF)

2011-03-24 PhV BW: Gerechtigkeit für Leichtgläubige (PDF)

2011-03-04 DPhV wirft CDU im Saarland bildungspolitische Prinzipienlosigkeit vor (PDF)

2011-02-08 SPhV: Keine Zustimmung zum Schulversuch "Fördern statt Sitzenbleiben" (PDF)

2010-12-15 bpv: Bayern schafft hunderte Lehrerstellen - auch an Gymnasien! (PDF)

2010-05-11 SPhV: Streichkonzert mit Folgen (PDF)

2010-11-04 SPhV Resolution: Solidarität verlangt Solidität! (PDF)

2010-11-04 DPhV warnt vor "schulstrukturellem Irrgarten" (PDF)

2010-10 PROFIL: Bluff der Kompetenzorientierung (PDF)

2010-10-22 PhV BW: Verlässlichkeit muss höchste Priorität bei bildungspolitischen Entscheidungen haben! (PDF)

2010-10-04 SPhV: Kassensturz für den Bereich der Bildungspolitik (PDF)

2010-09 PROFIL: Fremdsprachenunterricht in Gesamtschulländern (PDF)

2010-07-12 DPhV: Zerstörerischer Kulturkampf gegen das Gymnasium (PDF)

2010-06-23 bpv: Gegliedert gewinnt (PDF)

2010-06-09 bpv: Schüler wollen keine Gesamtschule (PDF)

2010-04-23 SPhV: Steinbruch Gymnasium (PDF)


Landeselternvertretung (LEV) Gymnasien Saarland
GLEV - GesamtLandesElternvertretung des Saarlandes
(extern)

2010-10-29 GLEV: Aufruf zum Protest (PDF)

2010-05-10 LEVG: Mehr Lehrer für alle Schulformen (PDF)

2010-05-06 LEVG: Brief an den Ministerpräsidenten (PDF)

2010-05-04 LEVG: Offener Brief zur Personalisierung der Gymnasien (PDF)

2010-02-05 LEVG: LEV Gymnasien ist gegen ein G7 durch die Einführung eines 5. Grundschuljahres (PDF)

Unterschriftenaktion
der LEVG:

Gegen G 7 durch die Einführung eines 5. Grundschuljahres (PDF)

2009-12-06 LEVG: Zur geplanten Einführung eines 5. Grundschuljahres (PDF)


Arbeitskreis Wirtschaft

AKW 02/2010: Georgi warnt vor geplanter Schulstrukturreform (PDF)


Offener Brief
von Lehrerinnen und Lehrern saarländischer Gymnasien an die Abgeordneten des saarländischen Landtages:

Keine Verfassungsänderung! (PDF)


Die SPD hat – einmalig in Deutschland – auf ihrem Wahlparteitag am 27. Februar 2010 beschlossen, dass alle (!) Schulformen in Nordrhein-Westfalen durch die Gemeinschaftsschule ersetzt werden.
Pressemitteilung des Aktionsbündnisses Schule:
2010-03-01 Aktionsbündnis Schule: SPD - Gemeinschaftsschule einzige Schulform (PDF)


Beim Übergang von der Grundschule zum Gymnasium entscheiden
im Saarland seit dem
15. Januar 2010 allein
die Eltern:

Übergang von der Grundschule 2010 (PDF)
(rechtsverbindlich sind nur die Veröffentlichungen im Amtsblatt des Saarlandes!)

2009-12-02 Stellungnahme der VOS (PDF)

Ziel von Bildungsminister Klaus Kessler ist die EINHEITSSCHULE!
CDU Positionen zum Gymnasium VOR der Wahl 2009 (PDF)

Bildungsminister Klaus Kessler im Interview:
2009-12-14 Süddeutsche.de: Fünf Jahre Grundschule sind besser als vier (PDF)

VOS: Acht Jahre Gymnasium sind besser als sieben. Längeres gemeinsames Lernen am Gymnasium "ist pädagogisch sehr wichtig".


Josef Kraus
Präsident des Deutschen Lehrerverbandes
2009-11-16 Deutscher Lehrerverband: Keine Verlängerung der Grundschule (PDF)


Vortrag von Dr. Gerd Brosowski, Saarbrücken
2010-01-07 Die Folgen des Koalitionsvertrages für das grundständige Gymnasium im Saarland
(PDF)

Pressebericht zur geplanten Verfassungsänderung:
2009-11-04 SZ: Jamaika will verfassungsrechtlichen Bestandsschutz des Gymnasiums aufgeben (PDF)


Chancengleichheit?

Koalitionsvertrag: "Der Wettbewerb zwischen öffentlichen und privaten Schulen verleiht den Eltern, Schülerinnen/Schülern und Lehrerinnen/Lehrern zusätzliche Wahlmöglichkeiten."

G8 - das achtjährige Gymnasium ab Klasse 5 - bleibt an den Privatschulen im Saarland erhalten!

Unverändert, d. h. ab Klasse 5, fortgeführt werden auch das Deutsch-Französische Gymnasium in Saarbrücken und das Deutsch-Luxem-burgische Schengen-Lyzeum in Perl!

Der Koalitionsvertrag
"Den Fortschritt nachhaltig gestalten"
2009-11-05 Der Koalitionsvertrag von Jamaika (PDF)

Verrat von Grund-positionen!

Aus dem Protokoll der Sitzung des Saarländischen Landtags vom 12.09.2007
Protokoll (Ausschnitt) (PDF):

Jürgen Schreier (CDU-Fraktionsvorsitzender):
"... Es ist eben keine not-wendige Voraussetzung, wie die Grünen es uns weis-machen wollen, zuerst die Verfassung zu ändern und dann über Schulstrukturen zu reden. Änderungen der Verfassung stehen nicht am Anfang sondern wenn über-haupt am Ende der Diskussi-on. Ganz im Gegensatz zu den Grünen sind wir der Auffassung: Schulformen gehören in die Verfassung. Dort sollen sie auch bleiben. Das gibt den Schulen Existenzsicherheit und den Eltern Planungs-sicherheit. Aber wie gut es ist, dass Schulstrukturen nur mit Zweidrittelmehrheit geändert werden können, zeigt der Antrag der Grünen, den wir nachher behandeln. Sie wollen nämlich die Einheitsschule, also auch die Abschaffung des Gymnasiums."

Dr. Hartmann (FDP):
"... Wenn die Schulstruk-turen alle fünf Jahre ver-ändert würden, wäre das die größte Katastrophe für die Schulen in unserem Land. Insoweit gibt es (durch die Verfassungs-garantie) ein Stück weit Rechtssicherheit. Wir wollen keinen Einheitsbrei, wir wollen keine Einheits-schule, für uns steht das Gymnasium außer jeder Debatte."

Rink (CDU, Vorsitzende des Bildungsausschusses, 2. Landtagsvizepräsidentin) zu den Grünen:
"... Ihr Gymnasium beginnt ab Klasse 10. Damit hätten wir ein dreijähriges Gymnasium. Wenn Sie meinen, das sei die Zukunft in der Schulreform und den Schulformen (Abgeordneter Ulrich, Grüne: "Genau das meinen wir!"), dann sind sie wirklich auf dem falschen Weg. Ich hoffe, dass Sie in diesem Lande noch lange keine Verantwortung tragen, damit uns diese Dinge in der Bildungspolitik erspart bleiben. Wir brauchen Planungssicher-heit für die Schüler, die Eltern und auch für die Lehrer in diesem Land, denn sie wollen in Ruhe und ver-nünftig arbeiten."


SPhV - Kommentar Gymnasium Saar 5/2009:
SPhV: Verraten und verkauft (PDF)


Gute Gründe für
die Erhaltung des Gymnasiums ab Klasse 5!

Gute Gründe! (extern)
Mythen und Fakten zur Verlängerung der Grundschulzeit (extern)


Prof. Dr. Roland Wöller, Staatsminister für Kultus in Sachsen, über die Gründe für den PISA-Sieg der sächsischen Gymnasien:
2009-11-18 dradio.de: Das Entscheidende ist das Kerngeschäft Unterricht (PDF)

"Wöller: Und drittens haben wir eine Verlässlichkeit, wir haben einen 20-jährigen Weg einge-schlagen, den sächsischen Weg, ohne große Reformen. Und damit haben wir Ruhe, um Qualität zu entwickeln."

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Aktuell

Bildungsrepublik Deutschland

Beschluss des Bundesvorstands der CDU Deutschlands vom
27. Juni 2011:
Bildungsrepublik Deutschland (PDF)
"Derzeit haben wir zu viele Schulformen, die Eltern, Schüler und Lehrer gleichermaßen verwirren, die Vergleichbarkeit innerhalb und zwischen den Ländern erschwert und die Mobilität behindert. Ständige Schulstrukturänderungen, je nach Land und Partei, lichten dieses Dickicht nicht. Deshalb treten wir für eine Reduzierung der Schulformen und die Einführung des Zwei-Wege-Modells in allen Ländern ein: Gymnasium und Oberschule. Neben dem Gymnasium ist die Oberschule ein weiterer und gleichwertiger Bildungsweg, der Hauptschul- und Realschulgang miteinander verbindet und beide Bildungswege und Abschlüsse ermöglicht sowie einen Weg entweder in die berufliche Bildung oder zur allgemeinen Hochschulreife eröffnet. Daneben respektieren wir integrative Systeme und funktionierende Haupt- und Realschulen vor Ort, wo dies dem Elternwillen entspricht."


Landtag des Saarlandes beschließt Verfassungsänderung

Saarbrücker Zeitung: 2011-06-16 SZ: Saarland bekommt Gemeinschaftsschule (PDF)

Perspektiven der Gemeinschaftsschule?
2011-06-19 WELT: Schule im Ausnahmezustand
(PDF)

Saarländischer Philologenverband (SPhV): 2011-06-15 Nur noch der Name der Schulform Gymnasium ist garantiert (PDF)
Der SPhV vertritt die Auffassung der VOS! Das grundständige Gymnasium hat nunmehr keine durch die Verfassung geschützte Grundstrukturen mehr.

Anhörung zur Verfassungsänderung vor dem Ausschuss für Bildung, Kultur und Medien: Vorgetragene Positionen der VOS (PDF)

VOS: Wer wirklich und für jeden klar erkennbar (!) die Grundstrukturen des saarländischen Gymnasiums weiterhin garantieren will, muss den von der VOS vorgeschlagenen "Erklärungstext" zusammen mit der Verfassungsänderung verabschieden. Alles andere ist nicht glaubhaft, und es wird auf lange Sicht keinen Schulfrieden im Saarland geben!

Saarländischer Philologenverband: Vorgetragene Positionen SPhV (PDF)

Gesetzentwurf zur Verfassungsänderung (PDF)
VOS Stellungnahme zur geplanten Verfassungsänderung:
VOS fordert Erklärungstext unmittelbar zur Verfassungsänderung (PDF)
VOS Pressemitteilung zur geplanten Verfassungänderung:
2011-05-11 Wollen CDU und FDP das Gymnasium aufgeben? (PDF)
2011-05-12 SZ: Oberstudiendirektoren mahnen Jamaika (PDF)


SPD: 2011-05-25: Zöllner fordert zukunftsfähiges zweigliedriges Schulsystem (PDF)

CDU: Zehn Thesen für eine Bildungspolitik mit Zukunft.pdf (PDF)

Die CDU tritt für ein starkes Zwei-Säulen-Modell aus Oberschulen und Gymnasien ein. Erarbeitet wurde das Papier vom Fraktionschef der CDU in Thüringen, Mike Mohring, sowie den Fraktions- und Landesparteichefs von Berlin und Brandenburg, Frank Henkel und Saskia Ludwig.

2011-05-24 Philologenverband Niedersachsen begrüßt CDU-Initiative zur Schulstruktur (PDF)


Prof. Dr. Jürgen Baumert, Max-Planck-Institut für Bildungsforschung (MPIB), zum Sitzenbleiben:
"Klassenwiederholungen sind so etwas wie eine pädagogische Notfallreaktion, die, wenn sie nötig sind, meines Erachtens unvermeidbar sind."
Quelle: Baumert im Ausschuss für Schule und Weiterbildung 09.12.2009 (PDF) des Landtags Nordrhein-Westfalen


Umfrage: GEGEN BILDUNGS-KLEINSTAATEREI!
92 % sind für einheitliche Lehrpläne in allen Bundesländern, wollen die unterschiedlichen Lehrpläne und Schulsysteme in den Ländern abschaffen.
2011-04-14 BILD.de: Schlechte Noten für Bildung in Deutschland! (PDF)
2011-04-15 SZ: Die unerhörten Eltern
(PDF)

BDK: Die Befragung hat auch ergeben, was hinsichtlich der Dauer der Grundschulzeit zu erwarten war. 32 % wollen eine Grundschule nur bis zur 4. Klasse. Das entspricht etwa dem Anteil gymnasial geeigneter Kinder in einem Jahrgang.
Die Mehrheit in Hamburg, im Saarland und in Thüringen spricht sich für eine Grundschule bis zur 4. Klasse aus. Dies ist das Ergebnis der intensiven bildungspolitschen Diskussionen während der Landtagswahlkämpfe in diesen Ländern. Die Eltern sind informiert!
Längere gemeinsame Lernzeit über die Klasse 4 hinaus führt zu Niveauverlust und Unterforderung der Leistungsfähigen und damit zu hoher Frustration bei diesen Kindern, wie die Erfahrungen in Niedersachsen, Hessen, Sachsen-Anhalt und Bremen gezeigt haben. Diese Bundesländer beginnen das Gymnasium wieder mit der Klasse 5.


40 Jahre Bundesdirektorenkonferenz (BDK) Gymnasien - Frühjahrtagung Berlin 2011

Pressemitteilungen:
2011-04-02 40 Jahre BDK: Der Schulkonsens ist möglich! (PDF)
2011-04-03 BDK: Keine achtjährige Gemeinschaftsschule in Sachsen-Anhalt! (PDF)

Festakt - Begrüßungsrede des BDK-Vorsitzenden:
BDK: Schluss mit dem Schulchaos! (PDF)
BDK: Berliner Erklärung (PDF)

Autorisierte Zitate:

Prof. Dr. Roland Wöller, Staatsminister für Kultus und Sport in Sachsen:
„Dreh- und Angelpunkt einer guten Bildung sind die Lehrer. Daher müssen wir ihr Ansehen verbessern und in die Gewinnung junger Lehrer investieren. Gemeinsam mit dem Bund schlage ich eine ‚Exzellenzinitiative Lehrerbildung‘ vor."
"Der Bildungsföderalismus ist kein Selbstzweck, sondern dient dem Wettbewerb um Qualität und die beste Lösung in der Bildungspolitik. Wir brauchen mehr Gemeinsamkeit und Vergleichbarkeit zwischen den Bundesländern. Daher schlägt Sachsen ein ‚ländergemeinsames Abitur‘ vor."
"Die demografische Entwicklung und der Schülerrückgang werden die Bildungslandschaft nachhaltiger verändern wie kaum etwas. Statt ideologischen Reformexperimenten wie Gesamt- und Gemeinschaftsschulen wird das deutsche Schulsystem in Zukunft neben dem Gymnasium nur noch eine weiterführende Schulart haben.“

Dr. Klaus Kinkel, Vorsitzender der Deutsche Telekom Stiftung, Bundesaußenminister a. D.:
"Die Lehreraus- und -fortbildung ist eine der absolut zentralen Stellschrauben für die Qualität des deutschen Bildungssystems. Daher steht auch dieses Thema als Leuchtturm auf der Agenda der Deutsche Telekom Stiftung ganz oben."
"Das Kooperationsverbot ist eine Bildungsbarriere und muss fallen, weil es verhindert, dass es zu den wirklich dringenden Bildungspartnerschaften von Bund, Ländern und Kommunen kommt. Es kann doch nicht richtig sein, dass der Bund dort nicht mitzahlen darf, wo es in unserem Bildungssystem zwickt. Die Länder sind einfach alleine nicht in der Lage, das zu liefern, was dringend notwendig ist, damit wir unsere Schwachstellen im Bildungsbereich beheben - und deren gibt es zu viele.“

Turnusgemäß fand auch die Neuwahl des Vorstands der BDK statt.
Der bisherige Vorsitzende, Dr. Rainer Stein-Bastuck (Saarland) wurde einstimmig in seinem Amt bestätigt. Stellvertretende Vorsitzende sind: Elke Richter (Sachsen), Hugo Oettinger (Baden-Württemberg), Ralf Treptow (Berlin). Schatzmeister ist weiterhin Konrad Großmann (Nordrhein-Westfalen).

Pressespiegel (siehe auch Links und Archiv):
2011-05-25: Zöllner fordert zukunftsfähiges zweigliedriges Schulsystem (PDF)
2011-05-23 FAZ: Abschied von der Hauptschule (PDF)
2011-04-30 Tagesspiegel: FDP wechselt Kurs bei Bildungspolitik (PDF)
2011-04-04 gruene-hessen.de: Grüne wollen Zwei-Säulen-Modell ermöglichen (PDF)
2011-03-31 sueddeutsche.de: Schul-Chaos beenden
(PDF)
2011-03-19 WELT: Lehrer fordern bundesweit einheitliches Schulsystem
(PDF)
2011-02-11 t-online.de: Kultusminister will Mittelschulen in Oberschulen umbenennen (PDF)

Fachmagazin b:sl (Beruf: Schulleitung) :
2011-04 bsl: Föderales Bildungschaos (PDF)


Saarland

Saarbrücker Zeitung vom 24.03.2011: „Linken-Vormann Oskar Lafontaine erläutert die Gründe für die Zustimmung seiner Partei, mit der eine Verfassungsänderung erst möglich wird: Das Projekt sei ein erster Schritt, um zumindest Teile der Bildungsziele seiner Partei wie ein längeres gemeinsames Lernen umzusetzen. Werden CDU und FDP in der Jamaika-Koalition so zum Wegbereiter der Einheitsschule, dem eigentlichen bildungspolitischen Ziel der Linken und der Grünen?
2011-03-24 SZ: Landtag bringt Schulreform auf den Weg (PDF)

Meidinger (Bundesvorsitzender Deutscher Philologenverband): "Ministerpräsident Müller läuft in der Bildungspolitik auf roten Krücken aus dem Sanitätshaus Lafontaine"
2011-03-04 DPhV wirft CDU im Saarland bildungspolitische Prinzipienlosigkeit vor (PDF)

Ministerpräsident Peter Müller in der Saarbrücker Zeitung: "Die Linken wollen die Abschaffung des Gymnasiums, die Linken wollen die Abschaffung des Sitzenbleibens, die Linken wollen keine Differenzierung, die Linken wollen vollständige Inklusion. Alles dieses wird in der Gemeinschaftsschule nicht stattfinden."
2011-02-19 SZ: Müller fordert SPD zu Verhandlungen über Schulreform auf (PDF)

Aus dem Eckpunktepapier zur geplanten Gemeinschaftsschule:
"Die Schülerinnen und Schüler rücken bis Klassenstufe 8 in der Regel ohne Versetzungsentscheidung auf."
Gemeinschaftsschule - Eckpunktepapier Februar 2011 (PDF)

Leserbrief:
2011-02-23 SZ: Dem Machterhalt wird wirklich alles geopfert (PDF)
Verband deutscher Realschullehrer (VDR):
VDR 2011-02-18: Schule wird zum Spielball reformwütiger Politiker (PDF)

Ministerpräsident Peter Müller in der Saarbrücker Zeitung: Diese [LINKE] habe „mit der Zustimmung zum Bildungskonzept der Koalition ihre eigenen bildungspolitischen Ziele aufgegeben.“
FDP-Fraktionsvorsitzender
Christian Schmitt an gleicher Stelle:
Zudem hätten die Liberalen verhindert, dass der Bildungshaushalt aufgestockt werde. "Angesichts der schwierigen Haushaltsnotlage ein Gewinn für das Saarland."
2011-02-24 SZ: Jamaika-Fraktionen und Linke ziehen an einem Strang (PDF)

Die Saar-FDP freut sich, dass die Linke im Gegensatz zur SPD sich ihrer Verantwortung stellt und dem Antrag der Jamaika-Koalition im Plenum zur Einführung der Gemeinschaftsschule im Saarland wohl zustimmen wird. Bildungspolitische Weichenstellung?
Saar-FDP freut sich mit der Linken
(PDF)
2011-02-17 SZ: Saar-Linke geben grünes Licht für Schulreform (PDF)

BDK: Das Saarland „kocht sein eigenes bildungspolitisches Süppchen“, ohne sich dafür zu interessieren, was außerhalb seiner Landesgrenzen geschieht. Die Struktur der geplanten Gemeinschaftsschule, als einzige Schulform neben dem Gymnasium, entspricht im Wesentlichen der einer Gesamtschule.
Das Saarland isoliert sich damit, denn es ist kaum anzunehmen, dass in der Bildung besonders erfolgreiche Länder wie Bayern, Baden-Württemberg und Sachsen das saarländische Modell übernehmen werden.
Im Gegenteil: Diese Länder haben, zusammen mit Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt, gerade gemeinsame Prüfungsaufgaben in Mathematik und Deutsch zum Abitur 2014 beschlossen. Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Hamburg wollen folgen. Dies erfordert von diesen Ländern eine ganz enge Abstimmung – auch mit Blick auf die Schulstrukturen und die Vereinbarung eines Wissenskanons. Denn Kompetenzen ohne Wissen gibt es nicht.

Sprachenkonzept Saarland 2011 (PDF)

Von den Besten lernen!

Sachsen belegt beim Bildungsmonitor (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft) 2010 mit deutlichem Abstand zum fünften Mal in Folge (!) die Spitzenposition. Auch Schüler aus sog. bildungsfernen Schichten können hier überdurchschnittlich oft zu einem erfolgreichen Schulabschluss geführt werden. Sachsen ist zudem PISA-Sieger im Ländervergleich 2006 (Naturwissenschaften, Mathematik, Lesen).

Die sächsische Zweigliedrigkeit (aus Gymnasium Niedersachsen 4/2010) (PDF)
Schulgesetz für den Freistaat Sachsen (PDF)
Sachsen: Schulordnung Gymnasium (PDF)
Sachsen: Schulordnung Mittelschule (PDF)
Sachsen: Schulordnung Grundschule (PDF)
2011-02-11 t-online.de: Kultusminister will Mittelschulen in Oberschulen umbenennen (PDF)

Der BDK-Vorsitzende Dr. Rainer Stein-Bastuck: "Die sächsische Schulstruktur ist ein Modell für ganz Deutschland!"


2011-03-05 SZ: Saarland investiert erneut Millionen für Gondwana (PDF)
Beitrag der saarländischen Landesbeamten:
Kein Weihnachtsgeld , kein Urlaubsgeld, Nullrunde 2011, "Kostendämpfungspauschale" und massive Streichungen in der Beihilfe!


Unterrichtsausfall und Lehrerfeuerwehr

Pressemitteilungen:
VOS 2011-02-16: Lehrerfeuerwehr ja - aber bitte richtig! (PDF)
SPhV 2011-02-17: Wo ein Wille, da ein Weg? (PDF)
VDR 2011-02-17: VDR meldet erhebliche Zweifel an (PDF)

Bildungsminister Klaus Kessler in der Saarbrücker Zeitung vom 02.02.2011, 2011-02-02 SZ: Kessler wünscht sich mehr Lehrer (PDF): "... zwar gebe es im Saarland keinen strukturellen Unterrichtsausfall an allgemeinbildenden Schulen. Allerdings seien zusätzliche Lehrerstellen für die Bildung kleinerer Klassen, ..., und für einen Zuwachs an Neuanstellungen stets wünschenswert."

Bildungsminister Klaus Kessler in der Saarbrücker Zeitung vom 25./26.04.2010: 2010-04-25 SZ: Haben Gymnasien 190 Lehrer zu viel? (PDF) "Demnach hat der gymnasiale Bereich einen Stellenüberhang von 190 Stellen. Von diesen werden nun lediglich 42 Stellen an andere Schulformen verlagert."

Kassenärztliche Vereinigung in der Saarbrücker Zeitung: Die demografische Entwicklung [im Saarland] werde noch völlig verharmlost. Die Region verliere jetzt schon im großen Stil junge Menschen, die anderswo eine Lebensperspektive suchen. … Wer laufen kann, geht weg.
[VOS: Vor allem auch junge Lehrkräfte!]
2011-02-24 SZ: Wer laufen kann verlässt das Saarland
(PDF)
2011-01 arbeitnehmer: Als Bittsteller gefühlt (PDF)

Ministerpräsident Peter Müller in der Saarbrücker Zeitung vom 4. November 2010: "Vor allem aber, so Müller,
„haben wir die demographische Rendite komplett im Schulsystem belassen.“ Will meinen, trotz zurückgehender Schülerzahlen soll nicht bei den Lehrerstellen gestrichen werden."

Haushaltsplan des Saarlandes 2011 - Ministerium für Bildung: Erneut drastischer Stellenabbau an Gymnasien und Erweiterten Realschulen!
Gymnasien: - 20 Lehrerstellen
Erweiterte Realschulen:
- 52 Lehrerstellen
Gesamtschulen:
- 3 Lehrerstellen
Berufliche Schulen:
+ 24 Lehrerstellen

Grundschulen: + 20 Lehrerstellen
Förderschulen:
+ 16 Lehrerstellen

Bilanz: - 15 Lehrerstellen an öffentlichen Schulen
Quelle: Haushaltsplan Saarland 2011: Lehrerstellen (PDF)

Saarbrücker Zeitung vom 13./14.11.2010:
"Der Bildungsminister [Klaus Kessler] unterstrich, dass es sich bei den Plänen um keinen Stellenabbau handele, sondern um eine Umverteilung."

Bildungsminister Klaus Kessler im Aktuellen Bericht des SR vom 03.11.2010: "Lehramtskandidaten, die ohne Referendariat in den Schulen zum Einsatz kommen, sind im Wesentlichen eine Ausnahme."

VOS: Im November 2010 unterrichteten nach einer Umfrage der VOS an den öffentlichen saarländischen Gymnasien mindestens 21 Lehrkräfte, die noch kein Referendariat begonnen haben (davon 3 ohne 1. Staatsexamen). An den privaten Gymnasien sind dies mindestens weitere 4 Lehrkräfte.


Pressemitteilung des Saarländischen Philologenverbands:
2011-02-08 SPhV: Keine Zustimmung zum Schulversuch "Fördern statt Sitzenbleiben" (PDF)

VOS: Laut Saarbrücker Zeitung vom 07.02.2011 wurden im gesamten Saarland am Ende des Schuljahres 2009/10 114 Gymnasiasten der Klassenstufen 5 und 6 nicht versetzt. Bei 37 saarl. Gymnasien sind dies je Gymnasium 3 Schüler in zwei kompletten Jahrgangsstufen (es sind die Jahrgangsstufen mit den meisten Schülern am Gymnasium). Ein Riesenerfolg der Gymnasien seit Einführung der Förderstunden! Hinweis: Für die Schüler des Schuljahres 2009/10 waren noch die Empfehlung der Grundschule bzw. das bestandene Übergangsverfahren Voraussetzung für den Übergang an das Gymnasium.


Saar-SPD gibt der Gemeinschaftsschule den politischen Laufpass!

SPD-Landesvorstand - Beschlus vom 26.01.2011 (PDF)
2011-01-26 SZ: Saar-SPD gibt Gemeinschaftschule den politischen Laufpass (PDF)
Bildungsminister Klaus Kessler in der SZ: "Ich bin nicht überrascht". Kurzes Zögern: Entäuscht sei er auch nicht.


Das Gymnasium im Saarland ist weiterhin in höchster Gefahr.

Saarbrücker Zeitung 15./16.01.2011:
"SZ: Ihre Forderung nach einem Klassenteiler von höchstens 25 Schülern pro Klasse im Gesetz sieht die Regierung kritisch. Ministerpräsident Müller warnte kürzlich vor einer Privilegierung der Gemeinschaftsschule...

Maas: Herr Müller scheint da was missverstanden zu haben. Im Moment haben wir faktisch eine Privilegierung des Gymnasiums, weil es beispielsweise das orginäre Recht auf Bildung einer eigenen Oberstufe hat oder die Lehrer dort besser bezahlt werden. Wir wollen nicht, dass andere Schulen zu Restschulen werden."

VOS: Eine klare Aussage zur Positon der Saar-SPD gegenüber den Gymnasien! Die Einheitsschule und die Einheitsbesoldung bleiben das Fernziel der SPD.

Das wahre Gesicht der Saar-SPD?
2010-12-29 SZ: Jusos fordern "Abschulungsverbot" für Gymnasien (PDF)

Arbeitskreis Schulformdebatte e. V. www.schulformdebatte.de (extern):

Ulrich Sprenger: Dokumente einer misslungenen Bildungspolitik
(PDF)
Ulrich Sprenger: Unbeachtete Erkenntnisse der Bildungsforschung
(PDF)
Ulrich Sprenger: Das Schulwesen von Nordrhein-Westfalen im Spiegel der Bildungsforschung (PDF)


PISA 2009

2010-12-08 WELT: Der Pisa-Schock ist bewältigt (PDF)
2010-12-07 FAZ: Sensibilität statt Schockstarre (PDF)
2010-12-07 FAZ: Deutschland ist aufgestiegen (PDF)
2010-12-07 ZEIT: Die Schwachen werden besser, die Starken stagnieren (PDF)
2010-12-07 WELT: Pisa hat uns die Gelassenheit genommen (PDF)

Andreas Schleicher (PISA-Koordinator): "Man muss versuchen, die besten Köpfe für die Schulen zu gewinnen. Länder wie Finnland machen das recht erfolgreich vor."
Quelle: 2010-12-07 FR: Pisa hat wachgerüttelt (PDF)

OECD (2010), PISA 2009 Ergebnisse: Zusammenfassung (PDF)
OECD (2010), PISA 2009 Ergebnisse: Grafiken (XLS)

Lesenswert! Josef Kraus: Der PISA-Schwindel. Eine Polemik gegen die neue Testkultur (SWR2 AULA 24. Juli 2005) (extern)

2010-12-08 SZ: Warum die asiatischen Länder bei Pisa so gut abschneiden (PDF)
2010-12-08 SZ: Pisa misst nur einen kleinen Aussschnitt (PDF)


Protestaktion

Katastrophale Sparbeschlüsse zwingen Junglehrer zur Abwanderung aus dem Saarland - Fackelmarsch gegen den Bildungsabbau im Saarland am 29. November 2010 in Saarbrücken:
Plakat zum Protest am 29.11.2010
(PDF, Adobe Reader 9)

... unn tschüss!!!

Die VOS und die Gesamtlandeselternvertretung (GLEV) haben die Protestaktion am 29.11.2010 in Saarbrücken unterstützt!
2010-11-03 SZ: Unmut über Sparpaket der Koalition wächst (PDF)
2010-10-29 GLEV: Aufruf zum Protest (PDF)

Resolution der Delegiertenversammlung des Saarländischen Philologenverbandes vom 04.11.2010 zu den angekündigten Sparmaßnahmen im Öffentlichen Dienst:
2010-11-04 SPhV Resolution: Solidarität verlangt Solidität! (PDF)

DGB trägt Demonstrationsaufruf von Referendaren und Eltern mit!
2010-11-04 SZ: DGB trägt Demonstrationsaufruf von Referendaren und Eltern mit (PDF)

Bildungspolitik der Grünen verschreckt das Bürgertum:
2010-11-20 WELT: Angriff auf das Gymnasium (PDF)

Bildungspolitik im Saarland

Landesregierung begründet Absenkung der Eingangsbesoldung durch Unterstellung einer geringeren Anfangsqualifikation und Leistung der Junglehrer:
"Nach der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts hat der Gesetzgeber bei Regelungen des Besoldungsrechts einen relativ weiten Gestaltungsspielraum. Er kann auch die Besoldung in den Eingangsämtern einzelner Laufbahnen neu regeln und sich dabei auf die Erwägung stützen, dass - zumindest im Regelfall - die Anfangsqualifikation sowie die typischerweise dadurch bedingte geringere Leistung der erstmals auf Probe ernannten Bediensteten stärker als bisher bei der Festlegung des Grundgehaltes zu berücksichtigen sind."
Quelle: Regierung des Saarlandes - Entwurf Haushaltbegleitgesetz 2011 (PDF) Hinweis: In dieser Quelle sind u. a. auch die Veränderungen in der Beihilfe zu finden.

VOS: Eine skandalöse Begründung und ein Schlag ins Gesicht der Junglehrer sowie deren Ausbilder.
2010-10-03 Kehren in Zukunft noch mehr Junglehrer dem Saarland den Rücken? (PDF)

SPhV: 2010-05-11 SPhV: Streichkonzert mit Folgen (PDF)

VDR Saarland: 2010-10-29 VDR kritisiert Kürzung der Einstiegsgehälter (PDF)

"Den Fortschritt nachhaltig gestalten": 2010-10-01 SZ: Landesregierung spart bei Beamten-Beihilfe (PDF)
Änderungen im Beihilferecht zum 1. Januar 2011 (PDF)
Saarländische Landesbeamte: Kein Weihnachtsgeld , kein Urlaubsgeld, Nullrunde 2011, massive Streichungen in der Beihilfe!
Und die Unternehmen im Saarland?
2010-11-27 SZ: Weihnachtsgeld bleibt unangetastet (PDF) !

Pressemitteilung vom 7. Juli 2010: "So verbleibt auch in 2011 die demographische Rendite im Bildungssystem."
- eine Nullrunde 2011 bei den Beamten und Versorgungsempfängern
- Veränderungen bei der Beihilfe durch die Einführung einer Kostendämpfungspauschale
- eine Absenkung der Eingangsbesoldung für den gehobenen und höheren Dienst
- eine Wiederbesetzungssperre für ein Jahr
Ministerpräsident Peter Müller: „Mit den Beschlüssen ... zeigt die Jamaika-Koalition Handlungsfähigkeit auch in den schwierigen Fragen der Haushaltsgestaltung - unter erschwerten finanziellen Bedingungen - in Einklang mit dem Koalitionsvertrag.“

VOS: Wer will eigentlich noch Lehrkraft im Saarland werden?
Das Saarland wird in Zukunft Lehrkräfte für die anderen Bundesländer ausbilden!
2010-10-22 SZ: Bundesregierung rechnet mit kräftig steigenden Löhnen (PDF) Und die saarländischen Beamten?
2010-10-04 SPhV: Kassensturz für den Bereich der Bildungspolitik (PDF)
2010-09 PROFIL: Weiterhin massiver Lehrermangel an deutschen Schulen (PDF)
2010-09-15 SZ: Mathe-Lehrer wandern ab (PDF)


Anmerkung: 2010-09-23 WELT: Wie Rot-Grün in NRW die neue Gemeinschaftsschule durchsetzen will (PDF)

GEW Saarland setzt sich für eine Verfassungsänderung, die alle Schulformen aus der Verfassung herausnimmt, ein.
GEW - Stellungnahme zur Gemeinschaftsschule (PDF)

LINKE im Saarland lässt fünftes Grundschuljahr endgültig scheitern!
2010-09-09 SZ: Linke erteilen fünftem Grundschuljahr eine Absage (PDF)

VOS: Kommt die Gemeinschaftsschule, muss auch das grundständige Gymnasium ab Klasse 5 in der Verfassung festgeschrieben werden!

SPD sagt Nein: Aus für fünftes Grundschuljahr
SPD will einer Verfassungsänderung zum fünften Grundschuljahr nicht zustimmen!

"Unter Abwägung aller organisatorischen, vor allem aber pädgogischen Argumente sind wir zu dem Schluss gekommen, dass bei der Einführung eines fünften Grundschuljahres im Ergebnis mehr Schaden angerichtet als Nutzen erzielt würde", sagten SPD-Fraktionschef Heiko Maas und Fraktionsvize Ulrich Commerçon exklusiv der Saarbrücker Zeitung.
SPD Saar: Entscheidung gegen fünftes Grundschuljahr (PDF)

Gemeinsamer Appell von Eltern und Schülern „Für gelingende Schulen!
Kein 5. Grundschuljahr!“

Unterschriftenaktion wird fortgesetzt!

Auch nach der SPD-Entscheidung: Unterschriftenaktion der Eltern wird fortgesetzt! (PDF)
Kein 5. Grundschuljahr - Medienmitteilung
(PDF)
Kein 5. Grundschuljahr - Unterschriftenaktion (PDF)
Kein 5. Grundschuljahr - Begleitschreiben (PDF)

Die VOS stellt fest: In der saarländischen Bevölkerung lehnt eine breite Mehrheit das fünfte Grundschuljahr ab!
Höchst lesenswert ist dazu der Kommentar von Bernard Bernarding in der Saarbrücker Zeitung: 2010-08-26 SZ: Kampf um die Schul(re)form (PDF)
Vereinigung der saarländischen Unternehmensverbände (VSU):
Längere Grundschule macht Saarland zum ideologischen "Versuchslabor":
2010-08-27 SZ: Unternehmer gegen "Schul-Experimente" (PDF)

Das "Bildungskonzept" der "Jamaika-Koalition":
Geplante Verfassungsänderung und Konzepte (PDF)
Einführung 5. Grundschuljahr (PDF)
Eckpunktepapier Gemeinschaftsschule (PDF)
Bildungspolitik Landespressekonferenz 2010-07-08 (PDF)

Saar-Bildungsminister gegen Volksentscheid über Schulreform:
2010-07-21 SZ: Wir sollten uns einen Schulkampf ersparen (PDF)
didacta 2/2010: Länger gemeinsam lernen (PDF)
Bildungsminster Klaus Kessler auf SR2 (PDF)
2010-01-04 Saarbrücker Zeitung: Die Schule für alle bleibt sein Fernziel (PDF)


Bundesbildungsministerin
Prof. Dr. Annette Schavan:

"Die Bürger sind es satt, dass ständig an den Schulstrukturen herumgedockert wird. Vor allen Dingen ist in Hamburg der Eindruck erweckt worden, das Gymnasium sei Schuld an den Schwachstellen im Bildungssystem. Das war falsch und deswegen ist es so ausgegangen."
Quelle: 2010-07-19 WELT: Schavan lobt Absage an die Hamburger Schulreform (PDF)

Kultusminister zur Schulstruktur:

Dr. Ludwig Spaenle (CSU, Präsident KMK, Kultusminister Bayern):
"Systemkonstanz ist entscheidend für gute Ergebnisse der Schülerinnen und Schüler. Wir dürfen nicht die Einheitsschule vorbereiten, sondern müssen die individuelle Förderung der Kinder verbessern, das leistet das differenzierte, mehrgliedrige Schulsystem."

Prof. Dr. Roland Wöller (CDU, Kultusminister Sachsen):
"Es geht nicht, nur die Bildungsrepublik auszurufen und dann nichts zu liefern. Meine Partei muss zu ihrer Verantwortung stehen. Ziel muss es sein, die Unterrichtsstrukturen und die Qualität von Unterricht zu verbessern. Statt ständiger Bildungsreformen braucht Schule Kontinuität."

Prof. Dr. Marion Schick (CDU, Kultusministerin Baden-Württemberg):
"Es gibt kein überzeugendes Modell für ein Gymnasium mit weniger als acht Jahren."

Quelle der Zitate: 2010-07-11 SPIEGEL: Unionspolitiker wettern gegen Beusts Schulumbau (PDF)

Dr. Bernd Althusmann (CDU, Kultusminister Niedersachsen):
"Wir setzen in unserem Bundesland auf Vielfalt statt Einfalt. Wir haben 2004 die Orientierungsstufe mit den Jahrgängen 5 und 6 bewusst abgeschafft und werden an der vierjährigen Grundschule festhalten."
Quelle: 2010-07-15 WELT: Wir setzen auf Vielfalt statt Einfalt (PDF)

Vgl. auch: Rede Marion Schick beim Philologenverband BW (PDF)


Lesenswert
2010-07-20 WELT: Endlich Bildung (PDF)
2010-07-13 WELT: Schule der Unsouveränen (PDF)
2010-07-06/07/11 WELT: Chancengleichheit in der Bildung ist Illusion - Lob des Lehrers - Gegen die Gleichmacherei
(PDF)
Kernthesen:
Die Verfechter der Gleichheit haben unsere Gesellschaft fest im Griff. Was für sie im Sozialen der Mindestlohn ist, ist in der Bildung die Chancengleichheit. Ihr Rezept ist einfach: Sie verlangen die Einführung der Einheitsschule. Sie glauben, dass die Schwächen der einen dadurch austariert werden können, dass man sie gemeinsam mit denen unterrichtet, die als leistungsstark und hochbegabt gelten. Für sie ist Bildungspolitik letztlich eine verkappte Form von Sozialpolitik. Doch ein Erfolg der Einheitsschule ist empirisch durch nichts nachzuweisen. Im Gegenteil: Im Ländervergleich innerhalb der Bundesrepublik haben die Länder, die über ein dreigliedriges Schulsystem verfügen, sogar besonders gut abgeschnitten. Statt Glaubenskriege um die Einheitsschule auszufechten, sollte sich die Schule in Deutschland den wirklichen Problemen zuwenden. Das Motto müsste lauten: vom Kampf um das beste Schulsystem zum Kampf um den besten Unterricht. (Sabine Menkens, WELT Online, 12. Juli 2010)


Sigmar Gabriel (SPD-Parteivorsitzender):
"Offenbar war es nur ein frommer Wunsch, Schüler mit derart großen Leistungsunterschieden gemeinsam zu unterrichten", räumte Gabriel ein. Die OS [Orientierungsstufe Niedersachsen Klassen 5 und 6] habe sich "sozial höchst selektiv" ausgewirkt: "Sie hat die Guten nicht richtig gut gemacht - und die Schlechten nicht besser.
"
Quelle: SPIEGEL Online 26.06.2003, Nun ist sie weg (extern)


Bildungsforscher zu Fragen der Schulstruktur

Prof. Dr. Helmut Fend (Bildungsforscher, Universität Zürich): "Selten hat mich das Ergebnis meiner Forschungen so überrascht und enttäuscht wie diesmal: Die Gesamtschule schafft unterm Strich nicht mehr Bildungsgerechtigkeit als die Schulen des gegliederten Schulsystems – entgegen ihrem Anspruch und entgegen den Hoffnungen vieler Schulreformer, denen ich mich verbunden fühle."
Quelle: 2008-01-04 ZEIT: Schwerer Weg nach oben (PDF)

Prof. Dr. Jürgen Baumert, Max-Planck-Institut für Bildungsforschung (MPIB) und Prof. Dr. Olaf Köller, Institut für Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB):
"Frühe Differenzierung fördert leistungsstarke Schüler."
"Unübersehbar zeigen sich deutliche Leistungsvorteile der Gymnasiasten aus den Bundesländern mit vierjähriger Grundschule, die frühere Differenzierung scheint also leistungsstärkere Schüler in allen drei Fächern [Deutsch, Mathematik, Englisch] besser zu fördern."
"Mit dem günstigeren Lernklima am Gymnasium gehen offenbar nicht nur bessere Schulleistungsentwicklungen einher, sondern auch eine besondere Ausschöpfung kognitiver Begabungsreserven."
"Zusammenfassend zeigt sich zumindest für das deutsche Schulsystem, dass bezogen auf die Fachleistungsentwicklung leistungsstarke Schüler von der Differenzierung im Sekundarbereich profitieren."

Quelle: "Entwicklungspsychologie" (2008) von Rolf Oerter, Leo Montada (Herausgeber). Prof. Köller ist seit 01.10.2009 neuer geschäftsführender Direktor des IPN (Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik).

Prof. Dr. Olaf Köller:
"Die nationalen und internationalen Schulleistungsstudien der letzten Jahre haben gezeigt, dass Schüler an integrierten Gesamtschulen im Vergleich zu Schülern im dreigliedrigen Schulsystem keine Vorteile erreichen."
"Auch der Gesamtschule gelingt es nicht, den Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und Schullaufbahn aufzuheben oder nachhaltig zu reduzieren."

Quelle: Bildungsbericht des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung (MPIB), 2008

Prof. Dr. Jürgen Baumert:
"... aber belastbare empirische Evidenz für die Wirkungen einer zweijährigen Verlängerung der Grundschule kenne ich nicht. ... Gerade wenn man neue Dinge zu lernen beginnt, scheint es einen Matthäus-Effekt zu geben: "Wer hat, dem soll gegeben werden." Also: Wer mit einem Startvorteil beginnt, kann leichter mehr dazulernen, so dass aus kleinen Unterschieden große Disparitäten werden können. Wenn die Schule diesen Spreizungseffekt durch Förderung dämpft, hat sie Erfolg."
Quelle: DER SPIEGEL, 24/2010, SPIEGEL Online 14.06.2010, Schlichte Utopie (extern)

"Wichtig ist […] dass man sich von der Illusion verabschiedet, dass der Schulzweck die Erzeugung von Gleichheit sein könnte. Ich glaube, dies ist ein Traum, den man nur auf Kosten einer systematischen Vernachlässigung von irgendeiner Gruppe erreichen kann. Das heißt, die Schule hat ihren Job getan, wenn sie den Anstieg von Ungleichheit moderat hält und optimal fördert. Die großen Unterschiede entstehen vor der Schule, und zwar aus der Interaktion von dem, was man in die Wiege bekommt, und von der Umwelt."
Quelle: Baumert im Ausschuss für Schule und Weiterbildung 09.12.2009 (PDF) des Landtags Nordrhein-Westfalen (Thema: "Reanalyse der Berliner ELEMENT-Studie")

Prof. em. Dr. Kurt A. Heller (Bildungsforscher, LMU München):
"Ein Aufschub der Übertrittsentscheidung in die 5. oder 6. Jahrgangsstufe impliziert somit mehr Nach- als Vorteile für die Schüler. Die jüngsten bildungs- bzw. parteipolitisch motivierten Entscheidungen einiger Bundesländer zur Verlängerung der vierjährigen Grundschule sind demnach ein kontraproduktives Unterfangen, das weder der Forschungslage entspricht noch der schulpraktischen Erfahrung gerecht wird."
Quelle: Ideologische Irrtümer und wissenschaftliche Fakten (PDF)

Prof. Dr. Rainer Lehmann (Bildungsforscher, Humboldt-Universität Berlin):
"Die Befürworter der Reform [Einführung der sechsjährigen Primarschule in Hamburg] behaupten, der Übergang an die weiterführenden Schulen werde gerechter, wenn er erst nach sechs statt wie bisher nach vier Jahren stattfinde. Für die Richtigkeit dieser Annahme gibt es keine empirischen Belege. ... Es mag aber zu denken geben, dass im Vergleich der Bundesländer besonders leistungsfähige Bildungssysteme wie das sächsische, das bayrische und das baden-württembergische nur die vierjährige Grundschule, dafür aber einen besonders schwach ausgeprägten Zusammenhang zwischen sozialer Her-kunft und Lernerfolg kennen. ... Das Kernproblem hinsichtlich des Ziels der Gerechtigkeit besteht darin, angesichts unterschiedlich günstiger Lernvoraussetzungen die Differenzen zwischen den Bildungserfolgen in Grenzen zu halten, ohne die schnelleren Lerner am Lernen zu hindern."
Quelle: Thesen zur geplanten Einführung der sechsjährigen Primarschule in Hamburg (PDF)

VOS: Es gibt genügend Erfahrungen! Niedersachsen, Hessen, Sachsen-Anhalt und Bremen zeigen, dass die längere gemeinsame Lernzeit zu Niveauverlust und Unterforderung der Leistungsfähigen und damit zu hoher Frustration bei diesen Kin-dern führt. Diese Bundesländer beginnen das Gymnasium wieder mit der Klasse 5. Das achtjährige Gymnasium ist die Schulform, die leistungsfähige und leistungswillige Kinder aller gesellschaftlichen Schichten fördert. Die Klassenstufe 5 ist für das grundständige - achtjährige - Gymnasium und dessen Bildungsqualität unverzichtbar! Wer mit der Parole "Länger gemeinsam lernen" eine später einsetzende Differenzierung propagiert, der engagiert sich für eine unzureichende Förderung leistungsstärkerer Schüler. Der Anspruch auf höhere Bildungsgerechtigkeit ist so nicht einzulösen.

Viele weitere Informationen finden Sie beim Arbeitskreis Schulformdebatte e.V.

www.schulformdebatte.de (extern)

Ulrich Sprenger: Unbeachtete Erkenntnisse der Bildungsforschung (PDF)
Ulrich Sprenger: Das Schulwesen von Nordrhein-Westfalen im Spiegel der Bildungsforschung (PDF)
Ulrich Sprenger: Sollen Kinder länger gemeinsam lernen? (PDF)
Auskünfte der Bildungsforschung zu Fragen der Schulstruktur (PDF)
Vgl. auch Aussagen der Bildungsforscher zur Schulstruktur in Profil 2010 (PDF)
Warnung vor der Einführung sechsjähriger Grundschulen (extern)
Pädagogische Fehlkonstruktion - Gemeinschaftsschule als Sackgasse (extern)
Bittere Bilanz (extern)
2007-03-04 WELT: Schlechte Noten (PDF)
Offener Brief des Arbeitskreises Schulformdebatte e. V. an Professor Baumert (MPIB): 18 Fragen an das MPIB (PDF)


ARCHIV

G7: Bildung made in Saarland (PDF)

Die Bundesdirektorenkonferenz (BDK) und die Vereinigung der Oberstudiendirektoren der Gymnasien im Saarland (VOS) stellen fest, dass die CDU im Saarland in einer „Jamaika-Koalition“ bereit ist, Eingriffe in das saarländische Schulwesen vorzunehmen, die eine Absage an bisherige bildungspolitische Grundpositionen bedeuten.

Die „Jamaika-Koalition“ beabsichtigt ein sechsjähriges gemeinsames Lernen durch ein verpflichtendes Vorschuljahr und fünf Jahre Grundschule zu realisieren. In der Folge wird das achtjährige Gymnasium zu einem G7 verstümmelt! Einmalig in Deutschland. Eine Änderung der saarländischen Verfassung ist dazu erforderlich.

Wer ein G7 will, muss sich über die Konsequenzen im Klaren sein!

Hinsichtlich der Schulstruktur ist das Saarland in Deutschland isoliert - es gibt nirgendwo eine fünfjährige Grundschule oder ein siebenjähriges Gymnasium!

Wenn Eltern aus dem Saarland wegziehen müssen, werden ihre Kinder vor großen Problemen stehen, ein Zuzug ins Saarland wird künftig eher einer Auswanderung gleichen. Was sagen Wirtschaftsförderer dazu?

Mit dem achtjährigen Gymnasium (G8) wurde die Schulzeit, jedoch nicht die Unterrichtszeit gekürzt. Bei G7 wird dem Gymnasium dagegen unverzichtbare Unterrichtszeit entzogen. Auch anspruchsvolle Bildung braucht Zeit - bei gemeinsamem Lernen im Klassenverband.

Man muss sich vom Anspruch des Erlernens von mindestens zwei Fremdsprachen und von drei Naturwissenschaften auf gymnasialem Niveau verabschieden. Zum Vergleich: Im achtjährigen Gymnasium von Sachsen sind zwei Fremdsprachen und drei Naturwissenschaften für jeden Schüler bis zum Abitur verpflichtend. Sachsen ist der abonnierte Sieger im Bildungsmonitor und Pisa-Sieger.

Die Bildung von sprachlichen oder mathematisch-naturwissenschaftlichen Zweigen ab der Klasse 8 - ein Qualitätsmerkmal des saarländischen Gymnasiums und ein Entscheidungskriterium der Eltern bei der Wahl der Schulform - wird kaum noch möglich sein. G7 macht wieder eine neue Stundentafel sowie neue Lehrpläne und neue Schulbücher (wer schreibt diese für das Saarland?) in allen Fächern erforderlich.

Gymnasien, die bisher ab Klasse 5 besondere Zweige (Sport, Musik, Latein) angeboten haben, wird es als Bildungsangebot im Saarland nicht mehr geben.
Betroffen sind damit auch schon die Eltern der jetzigen Klassenstufen 4 und 3 der Grundschulen!
Gerade im Falle der Latein-Zweige ab Klasse 5: Wie sollen sich die Eltern bei der Anmeldung am Gymnasium entscheiden, wenn es dieses Angebot später nicht mehr geben wird?

Vor allem auch Gymnasien mit spezifischen Profilen im grenznahen Gebiet zu Rheinland-Pfalz werden besondere Probleme bekommen. Es werden viele Kinder aus Rheinland-Pfalz diese Schulen nicht mehr besuchen und zudem viele Kinder aus dem Saarland Gymnasien in Rheinland-Pfalz wählen (nach der Klasse 4 der Grundschule!).
Klar sein muss: Kleinere Gymnasien sind in ihrer Existenz bedroht!

Die Freiwillige Ganztagsschule - ein Erfolgsmodell an den Gymnasien im Saarland - hat keine Zukunft mehr, denn gerade die Kinder der Klasse 5 stellen nach allen bisherigen Erfahrungen darin die größte Gruppe.

Ein Organisationschaos kann auch vorausgesagt werden. Insbesondere dann, wenn Lehrkräfte der weiterführenden Schulen z. B. in den Kernfächern (Deutsch, Mathematik, Fremdsprache) an den Grundschulen eingesetzt werden müssen. Dieser Einsatz wäre ebenso wie die räumliche Ausstattung für das 5. Grundschuljahr mit erheblichen Kosten verbunden. Wer will eigentlich noch Gymnasiallehrkraft im Saarland werden? Die ersten Lehrkräfte wandern schon aus dem Saarland ab.

Bildungsminster Klaus Kessler:
"Jetzt geht der Lehrer zum Schüler und nicht der Schüler zum Lehrer."

Die Reformen der letzten Jahre (achtjähriges Gymnasium G8, neue Gymnasiale Oberstufe Saar GOS) sind immer noch nicht in vollem Umfang bewältigt; im Detail gibt es noch viel zu verbessern. Die notwendigen Korrekturen an G8 und GOS werden nicht stattfinden, was somit zu Lasten der Schülerinnen und Schüler geht, die jetzt bereits am Gymnasium sind und die von Verbesserungen des bestehenden Systems profitieren würden.

BDK und VOS stellen nachdrücklich fest: Die Klassenstufe 5 ist für das grundständige - achtjährige - Gymnasium unverzichtbar! Versuche in anderen Bundesländern, diese Klassenstufe dauerhaft aus dem Gymnasium zu entfernen, sind gescheitert. Das „längere gemeinsame Lernen“ wurde wieder aufgegeben.
Den leistungswilligen und leistungsfähigen Kindern wird mit dem im Saarland geplanten Vorhaben die Grundlage für eine adäquate Schulbildung entzogen.

Es ist schon der blanke Hohn, für das Gymnasium eine Bestandsgarantie geben zu wollen, die Verfassungsrang hat, denn die hat es im Saarland ja schon - und zwar ab Klasse 5! Wer dem Gymnasium wirklich eine Bestandsgarantie geben will, muss einfach eine Änderung der Verfassung ablehnen!
VOS: Bei einer Verfassungsänderung muss das achtjährige Gymnasium ab Klasse 5 in der Verfassung festgeschrieben werden. Bis Klasse 10 muss der Unterricht im Klassenverband erfolgen.

Die Einführung der Bezeichnung "Gemeinschaftsschule" ist der erste Schritt zur "Einheitsschule" bis Klasse 9 mit einer sich anschließenden dreijährigen gymnasialen Oberstufe, dem eigentlichen bildungspolitischen Ziel der Grünen!

Seit 40 Jahren „reformieren“ Politiker das Bildungswesen im Saarland - sie experimentieren ohne Ende mit unseren Schülern, Lehrern und Eltern. Aber niemand hat erkannt, dass der, der sich wirklich für Qualität im Schulwesen einsetzt, endlich die Schulen in Ruhe pädagogisch arbeiten lässt, der Bildung höchste Priorität zuerkennt, den Lehrerberuf auch durch angemessene Wertschätzung für unsere besten Abiturienten attraktiv macht und der Aus- und Weiterbildung der Lehrer größte Beachtung schenkt - so wie Finnland.


"Historischer Schulkompromiss" von 1996

Aus dem Protokol der Sitzung des Saarländischen Landtags vom 27. März 1996: Historischer Schulkompromiss 1996 (PDF)

Verfassung des Saarlandes - Auszug und Kommentar zu:
Schulformen, Aufnahme, Privatschulen

Verfassung des Saarlandes (SVerf) Auszug und Kommentar (PDF)
Verfassung des Saarlandes (SVerf) (PDF)

Gemeinschaftsschule/Einheitsschule als einzige Schulform verfasssungsrechtlich nicht zulässig:

Verfassungsrechtliche Grenzen einer Schulreform im Saarland(PDF) - mit freundlicher Genehmigung

Ein Beitrag von Dr. Wolfgang Kiefer, Richter am Verwaltungsgericht des Saarlandes:
"Es besteht jedoch eine Verpflichtung des Staates, ein ausreichend differenziertes Schulangebot zur Verfügung zu stellen. Das daraus resultierende Wahlrecht der Eltern zwischen den vom Staat zur Verfügung gestellten Schulformen darf nicht mehr als zulässig begrenzt werden. Die Grenze des verfassungs-rechtlich Zulässigen wird dann überschritten, wenn das Wahl- und Bestimmungsrecht der Eltern angesichts nur noch einer einzigen vorhandenen obligatorischen Schulform mit einem vom Staat einseitig festgelegten Bildungsziel obsolet wird und praktisch leerläuft. Von daher wäre der Versuch, die Gemeinschaftsschule als einzige Schulform (im Sinne einer Einheitsschule) etablieren zu wollen, von vornherein zum Scheitern verurteilt."
Veröffentlicht in: Zeitschrift für Landes- und Kommunalrecht Hessen/Rheinland-Pfalz/Saarland - LKRZ (extern).


Im Koalitionsvertrag ("Plan B"): "Bei Nichtzustandekommen dieser Verfassungsänderung bleibt die vierjährige Grundschule
(1-4) erhalten und die weiterführenden Schulformen setzen ab Klassenstufe 5 ein. Die Prinzipien Chancengleichheit, Wahlfreiheit, Durchlässigkeit und längeres gemeinsames Lernen werden dann im Zuge von Teilreformen realisiert. Ansatzpunkte hierbei sind unter anderem die Punkte Lehrplangestaltung, Stundentafeln, Ganztagsschulen, bedarfsgerechter Ausbau der Gesamtschulen (5-13; ggf. durch Umwandlung von Erweiterten Realschulen)."